Fischschwärme und Tiefseelichter: Von Heringen bis Laternenfischen
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Manche Fische sind nicht deshalb so wichtig, weil sie groß oder bunt sind, sondern weil sie ganze Nahrungsnetze im Meer stützen. Heringe, Sardellen, sardinenartige Fische, Milchfische, Stinte, Borstenmäuler, Viperfische und Laternenfische zeigen, wie kleine und mittelgroße Fische Plankton, Raubtiere, Fischerei und Tiefsee-Ökosysteme miteinander verbinden können.
Heringe und Sardellen bilden oft große Schwärme. Diese Schwärme können aus einer großen Anzahl von Tieren bestehen, die sich gemeinsam durch das Wasser bewegen. Ihre Körper sind in der Regel silbrig, wodurch sie das Licht reflektieren und mit dem umgebenden Wasser verschmelzen. Viele von ihnen ernähren sich, indem sie winzige Planktonorganismen mit Hilfe der feinen Kiemenstrukturen herausfiltern.
Schwärme bieten Schutz und Effizienz. Ein einzelner kleiner Fisch ist gefährdet, aber ein sich bewegender Schwarm kann Raubtiere verwirren und die Wahrscheinlichkeit verringern, dass ein Einzelner gefangen wird. Gleichzeitig bieten diese Schwärme Nahrung für größere Fische, Seevögel, Meeressäuger und die menschliche Fischerei.
Milchfische sind wichtige Küsten- und Aquakulturfische in vielen warmen Regionen. Sie zeigen, wie eine Meeresart nicht nur mit natürlichen Ökosystemen, sondern auch mit der menschlichen Nahrungsmittelproduktion verbunden werden kann. Ihr Wachstum, ihre Ernährung und ihre Bewegung zwischen den Küstengebieten machen sie zu einem nützlichen Thema für die CECOZ-Bildungsprofile über Menschen und das Meer.
Smelts sind kleinere, silbrige Fische, die in kühleren Gewässern leben. Einige wandern zum Laichen in Süßwasserflüsse. Diese Verbindung zwischen Meer- und Süßwasser zeigt, wie die Lebenszyklen von Fischen Grenzen überschreiten können, die dem Menschen getrennt erscheinen.
Tiefseefische stellen eine völlig andere Welt vor. Borstenmäuler, Viperfische und Laternenfische leben in dunklen Schichten des Ozeans. Viele von ihnen haben lichterzeugende Organe, so genannte Photophoren. Diese Lichter können der Tarnung, der Kommunikation, der Artenerkennung oder dem Anlocken von Beutetieren dienen.
Laternenfische sind im offenen Ozean besonders wichtig. Viele von ihnen wandern jeden Tag vertikal, wobei sie sich tagsüber in der Tiefe aufhalten und nachts nach oben wandern. Diese tägliche Bewegung verbindet die Ökosysteme der Tiefsee mit der Produktivität an der Oberfläche.
In den CECOZ-Lernprodukten helfen diese Fische, zwei wichtige Ideen des Ozeans zu erklären: Schwarmverhalten und Dunkelheit. Schwarmverhalten zeigt die Macht von Zahlen und Bewegung. Das Licht in der Tiefsee zeigt, wie sich Tiere anpassen, wenn das Sonnenlicht verschwindet. Zusammen zeigen sie, dass das Leben im Meer sowohl von der Umwelt als auch vom Verhalten geprägt ist.